Variations on Violence
USA 2026Director: Zachary Nichols
Cast: Noelia Antweiler, Lars Drew
71 Min. | OV
German Premiere
Independent
Johnny steuert militärische Todesdrohnen. Die Gewalt findet tausende Meilen entfernt statt, wenn er abends nach der Arbeit nach Hause kommt, dringt sie dennoch unerbittlich in sein Zimmer vor. Er lebt zurückgezogen gemeinsam mit seiner Schwester Mary, beide unterstützen sich und bald wird klar, dass sie ohne einander nicht existieren können. Mary taumelt von einer scheiternden Beziehung in die nächste und findet nirgends halt. Johnny wird von Albträumen geplagt, die seine Fähigkeit, sich in der Realität des Hier und Jetzt zurechtzufinden, vollends aushöhlt.
Zachary Nichols hatte das Projekt als Kunstinstallation angelegt, aber bald wurde klar, dass nur eine größere Erzählform diesem Thema gerecht werden konnte. Dennoch, das Narrative seines Films löst sich zusehends auf, so wie sich Johnnys Realität auflöst. Die Filmerzählung findet immer neue Wege, tiefer hinein in diese Welt aus Schmerz und ohne Ausweg, und doch gibt es Momente von großer Schönheit und Empathie, die den Zuschauer nachhaltig begleiten. Wenn wir uns die Menschlichkeit bewahren wollen, muss es solche Filme geben.
»This I dreamt. This I dream. And in some time, this I’ll dream again.«
Mary’s Voice Over, in „Variations on Violence”