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Savage State: Still 1 ©Pyramide Films

Filmfest Oldenburg gibt komplettes Programm bekannt


Nach ersten Highlights sowie dem Eröffnungsfilm »Puppy Love« wurde nun das vollständige Programm des 27. Internationalen Filmfest Oldenburg veröffentlicht. Mit dabei sind weitere Weltpremieren und jede Menge wagemutiges, unabhängiges Filmschaffen aus der ganzen Welt. Bekanntgegeben wurde außerdem der Abschlussfilm: Bei der feierlichen Closing Night Gala am 20. September wird der feministische Western »Savage State« von Regisseur David Perrault gezeigt.

Wie jedes Jahr hält das Filmfest-Lineup auch 2020 wieder zahlreiche internationale Entdeckungen abseits des Mainstreams bereit. Unter den bisher unveröffentlichten Highlights des diesejährigen Programms finden sich etwa Miles Hargroves umwerfender und emotional fesselnder True-Crime-Dokumentarfilm »Miracle Fishing«, die Deutschlandpremiere von John Hyams‘ Action-Thriller »Alone« sowie die Weltpremiere von Grzegorz Muskalas gekonnter Tati-Hommage »Die Ferien des Monsieur Murot« mit Ulrich Tukur und Anne Ratte-Polle in den Hauptrollen. Alle Fans von »The Big Lebowski« werden bei der Deutschlandpremiere des Lebowski-Spinoffs »The Jesus Rolls« von und mit John Turturro als Titelheld voll auf ihre Kosten kommen. Alle Filme werden zu festen Spielzeiten auch deutschlandweit im »virtuellen« Filmfest- Kino zu sehen sein. Hier das komplette bislang unveröffentlichte Programm:


Independent Competition


MIRACLE FISHING, USA 20, von Miles Hargrove (Internationale Premiere)

Nur mit den Bildern der alten VHS Videokamera zusammengestellt, ist »Miracle Fishing« berührender und packender als alles, was Hollywood mit seinen Megabudgets fertigbringt. Das Tagebuch einer Entführung und das Portrait einer wunderbaren Familie und ihrer Freunde.


International Section

ALONE, USA 20, von John Hyams (Internationale Premiere)

Seine Filme setzen zur Zeit den Maßstab im amerikanischen Actionkino. In »Alone« erzählt John Hyams eine atemlose Jagd, in der jede Punchline und jeder Twist die Suspenseschraube anziehen und den Zuschauer nicht mehr vom Haken lassen. Ein echter Wirkungstreffer.

DIE FERIEN DES MONSIEUR MUROT, DEU 20, von Grzegorz Muskala (Weltpremiere)

Federleichte Referenzen an Tatis »Die Ferien des Monsieur Hulot« machen dieses verspielte Kleinstadtpanoptikum voller neurotischer Figuren und menschlicher Abgründe zu einem Fest. Wie Murot dabei zu einem tragischen Helden wird, ist eine schauspielerische Tour de Force von Ulrich Tukur.

DIE STIMME DES REGENWALDES, SUI 19, von Niklaus Hilber (Deutschlandpremiere)

Ein leidenschaftlicher Kampf gegen die Zerstörung des Regenwaldes und ein Umweltaktivist, der zur Zielscheibe eines ganzen Landes wird.

LOVECUT, AUT/SUI 20, von Iliana Estañol & Johanna Lietha

Ein realistischer, erotischer und gelegentlich auch düsterer Film über Sex und Liebe im Zeitalter der Sozialen Medien. Ein »Sex, Lügen und Instagram« für die Smartphone Generation: hip, sexy und alles andere als oberflächlich.

THE JESUS ROLLS, USA 19, von John Torturro (Deutschlandpremiere)

Eine kurzweilige und unwiderstehlich charmant aus der Zeit gefallene Hommage an das wilde Kino der 70er Jahre und die Auferstehung vom Bowling-Anarchisten »The Jesus«, der schrägsten Figur aus dem an Absurditäten nicht armen Oeuvre der Coen Brothers.

THE LONG WALK, LAO 19, von Mattie Do (Deutschlandpremiere)

Mattie Do ist eine der aufregendsten Filmemacherinnen unserer Zeit und ihr dritter Film eine magische Geistergeschichte, die sich traumwandlerisch an die Seite von Peter Weirs »Picknick at Hanging Rock« gesellt: ein Film so schön, dass er süchtig macht.

 

Midnite Xpress

HAPPY TIMES, USA/ITA/ISR 19, von Michael Mayer (Deutschlandpremiere)

Mit »Happy Times« erschafft Regisseur Michael Mayer eine kurzweilige Splatter-Komödie, die im absolut richtigen Maße übertreibt. Es gelingt dem Film perfekt, die Symptome einer saturierten Gesellschaft darzustellen und weit in die dunkelsten Ecken der menschlichen Psyche vorzudringen.

THE MADNESS INSIDE ME, USA 20, von Matthew Berkowitz (Weltpremiere)

Madison arbeitet als forensische Psychiaterin in New York. Nachdem ihr Mann ermordet wird, gelingt es ihr, den Täter zu identifizieren, doch im letzten Moment zieht sie ihre Aussage zurück. Von nun an verfolgt sie den inzwischen freigelassenen Mörder auf eigene Faust.

PRECARIOUS, USA 20, von Weston Terray (Internationale Premiere)

Ein filmisches Juwel, das der Story und seinen Figuren so viel Raum im noch kleinsten Tunnel gewährt, dass man nur zu gerne mit ihnen durch die fantastischen Labyrinthe irren und sich durch die düstersten Gänge zwängen möchte.

SHE DIES TOMORROW, USA 20, von Amy Steimetz (Internationale Premiere)

Schlimmer als die Angst ist nur die Angst vor der Angst. Und Angst ist vor allem eines: ansteckend. Amy ist fest davon überzeugt, dass sie morgen sterben wird und langsam aber sicher infiziert der destruktive Gedanke ihr gesamtes Umfeld wie ein bösartiger Virus.

THE FIVE RULES OF SUCCESS, USA 20, von Orson Oblowitz (Europäische Premiere)

»X« hat zwar keinen Namen, aber dafür fünf Regeln – und jede Menge Probleme. Gerade aus dem Gefängnis entlassen, legt ihm eine feindselige Gesellschaft Steine in den Weg. Mit den Stilmitteln des Undergroundkinos entwirft Oblowitz ein Höllengemälde voller Unsicherheit und Ungerechtigkeit. Wildes Kino zwischen Underground und Genre.

 

Closing Night Gala
Sonntag, 20. September, 19 Uhr

SAVAGE STATE, FRA/CAN 19, von David Perrault (Deutschlandpremiere)

Ein feministischer Western, so sinnlich und erzählerisch ungezähmt wie Sam Fullers Klassiker »Forty Guns«. Eine französische Familie auf dem Ritt ostwärts. David Perrault wirbelt das Western Genre auf und legt den Colt in Frauenhände. 

 

Material zu sämtlichen Filmen aus dem diesjährigen Programm finden Sie hier.

 

 

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